Wir melden uns wieder zurück!

 

Ja, ich weiß – es ist etwas still geworden hier, aber im Moment gibt es nicht viel zu berichten.

Draußen ist strenger Winter, darum stehen alle noch anstehenden Außenarbeiten still. Ich durfte aber das erste mal unsere Einfahrt vom Schnee befreien.

Das wird sicher nicht meine Lieblingsbeschäftigung, aber ich kann sagen ich habe „meine“ Einfahrt geschaufelt! Das ist schon ein schönes Gefühl! Auf der anderen Seite hält uns klein Lisa auch ziemlich auf Trab (aber auf eine angenehme weise)! 😉

 

Ganz untätig waren wir natürlich nicht – es gibt weiterhin noch viel zu tun.

Wir haben im OG die Aluschiene, die später die Sicherheitsverbundglasplatten aufnehmen wird, montiert.

 

Leider haben wir bei den Planungen unseres Hauses an diesem Punkt zu wenig weit vorausgedacht und mussten nun mit einer Kompromisslösung vorlieb nehmen.

Wir wussten zwar, dass wir hier ein Glasgeländer haben möchten, aber über die Montage bzw. Befestigung haben wir uns zuwenig Gedanken gemacht.

 

Beim Betonieren der OG-Decke wurde bei der Galerie gleich ein kleiner Betonkranz mitbetoniert (hier ersichtlich), damit später der Estrich nicht davonläuft. Im nachhinein gesehen hätten wir uns dieses Mäuerchen sparen können und gleich die Aluschiene montieren sollen. Denn jetzt mussten wir die Schiene „aufputz“ montieren und den Untergrund noch vorbehandeln. Wenn wir die Schiene gleich  montiert hätten, würde man jetzt nur noch einen Schlitz im Boden sehen, wo die Glasplatten drinnen stehen.

 

Den rohen Beton hat mein Schwiegervater Poldi nun mit Zementputz begradigt, damit die Aluschiene später satt und vollflächig am Untergrund aufliegt. Weiters war die Schiene um ein bis zwei Zentimeter schmaler als gedacht und dadurch sind beim verlegten Parkettboden ein paar Spalten offen geblieben.

Wir haben nun eine Sesselleiste zugeschnitten und aufgeklebt, damit diese Spalten später nicht mehr sichtbar sind. (auf den Fotos unten sieht man was ich meine).

 

Der Rest war dann nur noch Routinearbeit:

Löcher bohren, Bohrlöcher reinigen, Spezialkleber von Fischer in die Bohrlöcher füllen, Gewindestangen einführen, gut Trocknen lassen und Schiene montieren.

Ich denke, mit diesem Kompromiss können wir gut leben!

Das Sicherheitsverbundglas ist bereits bestellt und wird in 3 Platten zu je 1404mm mit 3mm Abstand montiert. Das Glas selbst wird 20,74mm stark sein. Ich bin schon sehr gespannt wie es fertig aussehen wird.

 

Da wir hier nicht nur einen Baublog führen, sondern auch Erfahrungen zum Thema Passivhaus weiter geben wollen habe ich hier auch noch ein paar neue Infos:

 

Da es ja bei einem Passivhaus Vorschrift ist, eine KWL zu installieren, habe ich mich natürlich gefragt, was uns die KWL im Jahr an Strom kosten wird wenn wir denn schon so auf Energieeffizienz achten.

Ich habe nun einen Energiezähler installiert, da ich zwar Verbrauchsdaten vom Hersteller auf Papier hatte, aber tatsächliche Zahlen oftmals sehr von den angegebenen abweichen.

Die KWL, Aera Equonic von Schiedel, verbraucht bei uns im Automatikmodus im Durchschnitt 23 Watt. Bei Stoßlüftungstufe steigt der Verbrauch auf knapp 98 Watt. Der Energiezähler hat nach ca. 30 Tagen Betrieb einen Jahresstromverbrauch von ca. € 23,- vorausberechnet. Ich denke das ist ein sehr guter Wert und der Komfort ständig frische Luft im Haus zu haben auf jeden Fall wert! Weiters fallen auch eventuelle Bauschäden (Schimmel, Feuchtigkeitsschäden) durch falsches Lüften weg, da dies durch die KWL vollautomatisch erledigt wird.

Dazu kommen allerdings noch ca. € 100,- pro Jahr für Filtermaterialien. Das darf man natürlich nicht außer acht lassen.

 

Bezüglich Heizung und Wärme im Haus:

Das Passivhaus funktioniert meiner Meinung sehr gut. Wir haben festgestellt, wenn wir Besuch haben bzw. wir ein paar Kerzen brennen haben, sich die Lufttemperatur merkbar erhöht.

Die Wärmepumpe selbst läuft sehr gedrosselt und eigentlich auch nur, damit der Steinboden im EG nicht zu kühl wird. Die Lufttemperatur liegt immer zwischen 23°C und 24°C aber bei Außentemperaturen um die 0°C läuft die Wärmepumpe nicht oder nur sehr wenig und der Boden wird auf dauer gesehen beim Fernsehen zu kühl und man bekommt kalte Füße, obwohl ja die Lufttemperatur ausreichend und angenehm wäre. Natürlich denken sich vielleicht einige, daß man ja einfach Hausschuhe tragen könnte, aber wir sind beide nicht Fans davon und wollen uns auch ohne Schuhe wohlfühlen.

Bei Temperaturen ab -3°C und tiefer wurde das Haus dann schon zu warm. Wir hatten letztens Außentemperaturen von ca. -14°C aber im Haus dann 26°C was mir gezeigt hat, dass die Heizkurve zu steil ist.

Ich habe nun die Heizkurve weiter nach unten gedreht und die Parallelverschiebung angepasst. Die WP läuft nun auf Heizkuve 3 mit einer Parallelverschiebung von -2 (siehe Grafik unten).

 

Wieviel Strom die Wärmpumpe für das Heizen und Warmwasser verbraucht kann ich leider noch nicht wirklich feststellen, da ich hier noch keinen Energiezähler installiert habe und die WP noch nicht einen extra Stromzähler erhalten hat. Nachtstrom wird bei uns erst installiert. Dann werde ich konkrete Zahlen liefern können.

 

An der Haussteuerung habe ich auch weitergearbeitet.

Ich habe nun vorausschauend auf den Sommer bereits die automatische Beschattung programmiert. Es wird nun aufgrund eines Helligkeitssensors festgestellt ob die Sonne scheint und daraufhin werden die Raffstores so gesteuert, dass sie soviel Licht wie möglich ins Haus lassen aber direkte Sonneneinstrahlung vermeiden. So gut das Haus im Winter gedämmt ist, ist es im Sommer natürlich auch. Ist die Wärme mal drinnen wird es bestimmt nicht mehr einfach sein sie wieder raus zu bekommen. Und da ich nicht ständig manuell alle Raffstores verstellen will oder sie geschlossen halten möchte, habe ich das nun über die Haussteuerung automatisiert.

Die Steuerung berechnet anhand von Daten wie des Standortes in Längen-, und Breitengraden, Datum, Uhrzeit, Ausrichtung der Fassade und Öffnungswinkel der Fensterlaibungen, Breite und Abstand der Lamellen den Sonnenstand und stellt den Winkel der Lamellen automatisch nach. Sobald die Sonne den Einstrahlwinkel eines Fensters verlassen hat, fahren die Raffstores wieder in die ursprüngliche Ausgangsposition zurück. Erste Tests waren sehr erfolgreich. Ein bisschen muss noch feingetuned werden aber das sind jetzt nur noch Kleinigkeiten.

 

Die weiteren anstehenden Arbeiten wie die Glasplatten für die Galerie einbauen, die Trennwand zwischen den beiden Kinderzimmern, Badewanne im Badezimmer, Garage, Carport, Nebengebäude werden wir natürlich auch wieder berichten.

 

 

bis bald….

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Written by Alexander

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